Das bin ich

Wenn die Mutter und der Vater Schwimmcoaches sind, dann ist Wasser so etwas wie ein Menschenrecht. Allgegenwärtig, die erste Liebe.

 

Mein Name ist Maria Ugolkova, ich bin mitten im Sommer ‘89 in Moskau zur Welt gekommen. Michael Gorbatschow zeigte der Welt gerade Perestroika und Glasnost, die Sowjetunion öffnete sich. Das städtische Hallenbad war mein Wohnzimmer - mit zwei konnte ich schwimmen.

 

Seither ist schwimmen ist mein Leben. 

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Mit 16 zog ich mit meiner Mutter in die Schweiz, nach Lugano. Schwimmen, studieren, schwimmen. Italienisch wurde meine zweite Liebe. Die Lebensfreude, die Ausgelassenheit, la bella vita, die südlich geprägte Kultur, die Küche. Das Tessin ist heute noch so etwas wie meine zweite Heimat. Im Liceo Lugano habe ich meine Matura abgeschlossen. Im selben Jahr (2009) nahm ich zum ersten Mal mit der russischen Nationalmannschaft an einer Weltmeisterschaft - in Rom - teil. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits drei russische Landesrekorde aufgestellt. Ich danke meiner Mutter, die bis dahin meine Trainerin war, für all diese Erfolge.

 

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Mit 20 zog ich alleine nach Lausanne. An der Universität studierte ich Wirtschaft, schwamm neu für Lausanne Natation. Meine Mutter blieb im Tessin. Seither ist sie ganz einfach meine Mutter und nicht mehr primär mein Coach.  2012 nahm ich zum letzten Mal als Mitglied der russischen Nationalmannschaft an Europameisterschaften teil. Zwei Jahre später schloss ich mit dem Bachelor in Economy und einer Sprache mehr - nämlich französisch - ab. 

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Im Sommer 2014 zog ich weiter – in die Deutschschweiz, nach Zürich. Studentin, 24, viersprachig, vor der Entscheidung: Schwimmen ja oder nein. 

Der Schwimmclub Uster Wallisellen nahm mir die Entscheidung ab. Ich fand meinen Trainer, mein sportliches Umfeld. Und an der Universität Zürich meine Masterausbildung in Banking und Finance.

 

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2015 erhielt ich das Schweizer Bürgerrecht, seither schwimme ich für die Schweiz. Einmal an den Olympischen Spielen in Rio 2016, dreimal an Weltmeisterschaften – 2015, 2017 und 2019. Und zweimal an Europameisterschaften - 2016 und 2018.

 

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Bei mir zuhause in Uster hängen zwei EM-Medaillen und ein Masterabschluss in Banking und Finance. Meine Stärke ist die Vielfalt. Nach dem Delphin und dem Freistil zu Beginn meiner Karriere sind die 200 Meter Lagen heute meine Hauptdisziplin – 200 Meter und vier Schwimmstile.

 

Meine Karrierekurve zeigt nach oben, das Gefühl stimmt. Tokio 2021 - die Olympischen Spiele, die aufgrund von Covid-19 verschoben worden sind - ist in meinem Kalender notiert.

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Meine 200 Meter Lagen

Königin des Schwimmsports - 4 Disziplinen in einem  Wettkampf 

50m

Delphin

Der Delphin ist mein Liebling. Ich mag ihn am besten, obwohl ich ihn selten trainiere. Er ist nicht ganz einfach und gelingt besser, wenn man ihn schnell schwimmt. Darum fühlt er sich im Wettkampf intensiv und natürlich an.

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50m

Rückenschwimmen

Rückenschwimmen fühlt sich an wie die Beziehung zu einem Freund. Es funktioniert immer – ganz unabhängig von meiner Form.

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50m

Brustschwimmen

Brustschwimmen war am Anfang eine sehr anstrengende Beziehung. Ich musste viel in diese Disziplin investieren. Sie ist zudem schwierig zu verstehen. Da ich heute mehr weiss über sie, bin ich schneller - mit weniger Aufwand.

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50m

Freistilschwimmen

Brustcrawl ist meine stabile Beziehung. Er mir gibt Sicherheit, ist meistens da, wenn ich ihn brauche und ich trainiere ihn fast in jeder Trainingseinheit. Eine intensive Beziehung. 

ZIEL                                                                   <========

Mein Team

Coach

Pablo Kutscher

 «Pablo» trainiert mich seit 2014. Der Elitetrainer des SC Uster Wallisellen sagt:  «Maria ist wie ein Fisch. Bei ihr kommt alles zusammen: Liebe für das Wasser, Talent, Wille und Disziplin. Dazu ist sie unglaublich kompetitiv. Eine ziemlich perfekte Mischung. Ich kann als Trainer jeden Tag auch was von ihr lernen und bin sehr gespannt, was noch kommt. No limits!»

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Masseur

René Albertin

René sorgt dafür, dass ich beschwerdefrei trainieren und im Wettkampf die optimale Leistung abliefern kann. Nach 20 Jahren Erfahrung mit Spitzenathleten bei Swiss Aquatics und Swiss Triathlon betreut er mich seit zwei Jahren und sagt über mich: «Maria ist für mich die perfekte Profi-Sportlerin. Ihr Gefühl für ihren Körper, ihre Muskulatur, ist beeindruckend. Präzis und klar.»

Fitnesstrainer

Joachim Staub

Joachim ist für meine Fitness zuständig. Er ist im Bereich Sport und Gesundheit an der EPFL und an der Universität in Lausanne tätig  und  betreut mich seit meiner Zeit in Lausanne - seit 2010.

Er sagt: «Maria ist eine aussergewöhnliche Sportlerin mit aussergewöhnlichen Qualitäten. Sie ist in der Lage, sich mit dem Wind oder gegen den Wind vorwärts zu bewegen und managt ihre Karriere mit Bravour, immer bereit, einen Schritt zurückzutreten, um aus jeder Situation das Beste zu machen und daraus zu lernen.»

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Management

Daniela Gisler

 

Daniela berät Weltklasse-Athletinnen und begleitet sie rundum – vom Konzept bis zur Umsetzung, von der Medienkommunikation bis zur Vermarktung. Seit 2011 als Managing Partnerin der samm group AG, seit 2020 als Daniela Gisler Sportmanagement & Kommunikation. 

 

Daniela Gisler arbeitet seit März 2020 mit mir.